Ein unabhängiges Magazin über Spielkarten als Gegenstand von Kunst und Design. Es hat nichts mit Glücksspiel zu tun, bewirbt es nicht und steht in keiner Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.

Termine

Termine

Ein altes Kartenspiel versteht man am besten, wenn man es aus der Nähe sieht. In einer Ausstellung zur Druckgrafik lassen sich Karten mit Stichen derselben Zeit vergleichen, auf einer Sammlerbörse Dutzende Rückseiten nacheinander betrachten, in einem Vortrag hört man, wie ein Kustos Blätter datiert, und in einer Druckwerkstatt fertigt man selbst einen Abzug. Wir beschreiben solche Formate allgemein und zeigen, wie man eine Ankündigung vorab prüft.

Fragen Sie auf der Sammlerbörse nach der Herkunft eines Kartenspiels: Die Geschichte des Fundes ist manchmal spannender als sein Bild.

— Aus der Redaktion

So ist die Rubrik aufgebaut: Hier werden die Formate beschrieben, in denen man alten Karten begegnet; Programme, Terminpläne und Einladungen veröffentlichen wir nicht. Datum, Adresse und Besuchsbedingungen erfragen Sie bitte stets beim Veranstalter.

Welche Termine es gibt

Vier Formate, in denen die Karte ihrem Publikum begegnet.

Ausstellungen zur Druckgrafik

Karten werden oft neben Stichen, Buchillustrationen und Plakaten gezeigt. In dieser Nachbarschaft wird deutlich, dass das Kartenspiel zur selben Welt gehört wie die große Kunst des Drucks.

Geschichte

Sammlerbörsen

Hier kann man viele alte Kartenspiele aus der Nähe betrachten, Bilder vergleichen und das Lesen von Stempeln üben. Schauen und fragen darf man auch, wenn man nichts mitnimmt.

Sammlungen

Museumsvorträge

Kustoden erzählen, wie man Alter und Herkunft von Karten bestimmt, warum Blätter nicht lange im Licht liegen dürfen und wie Papiersammlungen aufbewahrt werden.

Menschen

Druckwerkstätten

Linol- oder Holzschnitt, Handabzug, Schablonenkolorierung. Nach einem solchen Kurs versteht man, wie viel Arbeit in einer einzigen Karte steckt.

Analysen

So prüfen Sie eine Ausstellungsankündigung

  • Klären Sie, wer die Veranstaltung ausrichtet: Museum, Bibliothek, städtischer Veranstaltungsort, Sammlerverein oder private Werkstatt.
  • Suchen Sie die offizielle Seite des Veranstalters und prüfen Sie dort Datum, Uhrzeit, Adresse und Eintrittsbedingungen statt in Nacherzählungen.
  • Sehen Sie nach, wann die Ankündigung aktualisiert wurde: Alte Hinweise kursieren noch lange nach dem Ende einer Ausstellung im Netz.
  • Melden Sie sich nur über die Website des Veranstalters an und öffnen Sie keine Links aus unerwarteten E-Mails und Nachrichten.
  • Fragen Sie, ob Fotografieren erlaubt ist: Papierexponate werden oft vor Blitzlicht geschützt.
  • Prüfen Sie am Vortag noch einmal, ob sich Öffnungszeiten oder Veranstaltungsort geändert haben.
  • Menschen

    Zeichner, Formschneider, Drucker, Kartenmacher, Sammler und Kustos – wer hinter jedem Kartenspiel steht.

  • Geschichte

    Der Weg der Spielkarte vom China der Tang-Zeit zu den europäischen Farben und zum „Atlas“-Blatt von 1862.

  • Analysen

    Wie das Bild eines Kartenkönigs aufgebaut ist und wie man Holzschnitt, Kupferstich, Lithografie und Offset am Abdruck erkennt.

  • Sammlungen

    Drei Lesewege: Hofkarten und Könige, Rückseiten und Muster, kleine Kartenspiele und Patiencen.

  • Archiv

    Das Inhaltsverzeichnis des Magazins und warum Seiten der früheren Website unter dieser Domain nicht wiederhergestellt werden.

Quellen

  • Museumskataloge und Veröffentlichungen zur Druckgrafik
  • Nachschlagewerke zur Geschichte der Spielkarte

Daten und Angaben zur Geschichte der Spielkarte stammen aus frei zugänglichen Nachschlagewerken und Museumsquellen; wo Historiker uneins sind, weisen wir möglichst darauf hin. Zeiten, Orte und Besuchsbedingungen von Ausstellungen und Vorträgen erfragen Sie bitte bei den Veranstaltern.